EP 1 795 386 A12510152025303540455055Beschreibung?[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein aktivesFahrwerk für ein Kraftfahrzeug gemäß dem Oberbegriffdes Patentanspruchs 1.?[0002] Die Auslegung eines konventionellen Fahr-werks für ein Kraftfahrzeug stellt einen Kompromiss zwi-schen Fahrsicherheit und Fahrkomfort dar, da eine harteDämpfung ein gutes Handling gewährleistet und eineweiche Dämpfung den Komfort erhöht. Um beide Aspek-te kombinieren zu können, sind aus dem Stand der Tech-nik aktive Fahrwerke zum Ausgleich von Wank- und Nick-und Hubbewegungen bekannt.?[0003] Aus der DE 196 06 991 A1 ist eine Feder-Stoßdämpfer-?Einrichtung für ein Kraftfahrzeug bekannt,bei der durch ein Hydraulikaggregat der Abstand desFahrzeugaufbaus nach dem Fahrverhalten des Fahr-zeugs gegenüber den Rädern steuerbar ist, wobei dieFeder zwischen einem beweglichen Element des Hy-draulikaggregates und dem Dämpfungszylinder desStoßdämpfers eingespannt ist und das bewegliche Ele-ment des Hydraulikaggregates derart an dem Stoß-dämpfer gleitend gelagert ist, dass die Verschiebungausschließlich im Bereich der Kolbenstange des Stoß-dämpfers erfolgt, wodurch die Reibungskräfte beim Ver-schieben des beweglichen Elementes weitgehend redu-ziert werden.?[0004] Ferner ist aus der DE 196 04 558 C1 ein Kolben-Zylinderaggregat bekannt, umfassend einen Zylinder, indem eine Kolbenstange axial beweglich angeordnet ist,ein erstes mit dem Zylinder in Wirkverbindung stehendesAnschlussorgan, ein zweites Anschlussorgan, das mitder Kolbenstange in Verbindung steht, einen Verstellzy-linder mit einem Druckmediumanschluss, wobei der Ver-stellzylinder mit einem der Anschlussorgane in Wirkver-bindung steht und über Zu- oder Abfuhr vom Druckme-dium der Abstand zwischen dem ersten und dem zweitenAnschlussorgan einstellbar ist. Hierbei ist der Verstellzy-linder in Reihe zum Zylinder angeordnet und die Kolben-stange stellt eine Führungsbahn für den Verstellzylinderdar.?[0005] Des weiteren ist aus der DE 195 29 580 A1 einverstellbares Federbein für Kraftfahrzeuge bekannt, wel-ches eine gute Legeregelung der abgefederten Kraftfahr-zeugteile ermöglichen und eine definierte regel- und ab-stimmbare Dämpfungs- und Federrate aufweisen soll.Das Federbein umfasst einen von einer Schraubenfederumgebenen Schwingungsdämpfer mit einem Dämpfer-zylinder, wobei die Schraubenfeder einerseits durch ei-nen mit dem Dämpferzylinder über einen äußeren undeinen inneren, den Dämpferzylinder konzentrisch umge-benden Stellzylinder verbundenen ersten Federtellerund andererseits durch einen in der Nähe des Anlen-kungspunktes der Kolbenstange des Arbeitskolbens desDämpferzylinders mit der Kolbenstange verbundenenzweiten Federteller so gehalten und eingespannt ist,dass beim Einfahren des Kolbens in den Dämpferzylin-der die Schraubenfeder belastet wird. Hierbei sind diebeiden Stellzylinder zur Änderung des Bodenabstandesder Karosserie zueinander teleskopartig verschiebbarausgebildet.?[0006] Bei der aus der DE 195 29 580 A1 bekanntenKonstruktion ist der erste Federteller am äußeren Stell-zylinder befestigt, wobei der äußere Stellzylinder an sei-nem der Kolbenstange zugewandten Ende Einrichtun-gen zur Führung und Dichtung des Dämpferzylinders undan dem gegenüberliegenden Ende Einrichtungen zurFührung und Dichtung des inneren Stellzylinders auf-weist. Hierbei ist der innere Stellzylinder am Dämpferzy-linder befestigt und relativ zum äußeren Stellzylinderdurch das Einbringen eines Druckmediums in den vonden Stellzylindern und dem Dämpferzylinder begrenztenringförmigen Innenraum teleskopartig verschiebbar.?[0007] Im Rahmen der DE 100 43 711 A1 ist ein Ak-tuator zur aktiven Fahrwerksregelung unter Verwendungeines ein Drehmoment erzeugenden Stellgliedes be-schrieben, der mit dem am Rad und am Fahrzeugaufbaubefestigten Lenker verbunden ist, wobei das Stellgliedzwischen Fahrzeugaufbau und Lenker angeordnet istund ein dem Wank- und Nickausgleich entsprechendenund/?oder ein die Dämpfung der Lenkerschwankungengewährleistendes Drehmoment auf den Lenker über-trägt. Vorzugsweise ist das Stellglied als Schwenkmotorausgebildet.?[0008] Ein weiterer Aktuator zur aktiven Fahrwerksre-gelung ist aus der DE 103 06 228 A1 bekannt. Er umfasstein zwischen Rad und Fahrzeugaufbau angeordnetesStellglied, welches Nick- und Wankbewegungen aus-gleicht und zusätzlich die Hubbewegung des Fahrzeugsnach dem Skyhook-?Prinzip verringert. Das Stellglied istals Schwenkmotor ausgebildet und stellt zwischen Radund Aufbau zusätzlich zum Aktuatormoment für denWank- und Nickausgleich ein Aktuatormoment zur Ver-ringerung der Aufbauhubbewegung bereit.?[0009] Bei diesen aus dem Stand der Technik bekann-ten Konstruktionen ist der Energiebedarf aufgrund derFußpunktverstellung des Federungssystems bzw. derBetätigung des Aktuators in nachteiliger Weise hoch.?[0010] Des weiteren ist im Rahmen der DE 44 28 605A1 ein Hydrauliksystem für ein aktives Fahrwerk, insbe-sondere zur Kompensation der Wank- und Nickbewe-gung beschrieben, umfassend Aktuatoren mit jeweils ei-nem Druckspeicher für eine Vorderachse und eine Hin-terachse eines Kraftfahrzeuges, eine Pumpe zur Versor-gung der Aktuatoren, Zufluss- und Abflussleitungen vonden Aktuatoren zu einem Tank, Schaltventile zur Steue-rung der Aktuatoren und einen Zusatzdruckspeicher fürjede Fahrzeugachse. Hierbei ist der Zusatzdruckspei-cher bei im Wesentlichen horizontaler Fahrzeugaufbau-lage gleichzeitig mit den Aktuatoren einer Fahrzeugach-se verbunden, bei einer Kurvenfahrt von dem kurvenäu-ßeren Aktuator abgetrennt und mit dem kurveninnerenAktuator verbunden. Des weiteren ist den Aktuatoren ei-ne verstellbare Dämpfereinrichtung wirkmäßig zugeord-net, wobei in dem Maße, wie der kurveninnere Aktuatormit dem Zusatzspeicher verbunden ist, die verstellbare1 2